Geschichte Abt. Friedrichshafen


Als das frühere Reichsstädtchen Buchhorn im Jahr 1810 württembergisch geworden war und erst recht nach der 1811 erfolgten Gründung der neuen Stadt Friedrichshafen, ist für letztere auch das drei Jahre vorher erlassene württembergische Landesgesetz, die „Feuerlösch-Ordnung“ vom 20.Mai 1808, in Geltung gekommen. Im letzten § 91 dieser Ordnung war bestimmt, daß diese Verordnung öffentlich zu verlesen sei.Als das frühere Reichsstädtchen Buchhorn im Jahr 1810 württembergisch geworden war und erst recht nach der 1811 erfolgten Gründung der neuen Stadt Friedrichshafen, ist für letztere auch das drei Jahre vorher erlassene württembergische Landesgesetz, die „Feuerlösch-Ordnung“ vom 20.Mai 1808, in Geltung gekommen. Im letzten § 91 dieser Ordnung war bestimmt, daß diese Verordnung öffentlich zu verlesen sei.Als das frühere Reichsstädtchen Buchhorn im Jahr 1810 württembergisch geworden war und erst recht nach der 1811 erfolgten Gründung der neuen Stadt Friedrichshafen, ist für letztere auch das drei Jahre vorher erlassene württembergische Landesgesetz, die „Feuerlösch-Ordnung“ vom 20.Mai 1808, in Geltung gekommen. Im letzten § 91 dieser Ordnung war bestimmt, daß diese Verordnung öffentlich zu verlesen sei.
Zudem mußte für jeden Ort eine sogenannte “Local-Feuer-Ordnung“ erlassen werden, wo schriftlich festgehalten wurde, wer bei einem Brand was zu tun hatte. Eine solche Local-Feuer –Ordnung für Friedrichshafen ist Urkundlich im Jahre 1855 festgehalten. In dieser war u.a. bestimmt, daß die Bürger der Stadt wie auch die Arbeiter der königlichen Maschinenwerkstätte vom vollendeten 18.Lebensjahr an für den Feuerlöschdienst eingeteilt werden konnten; für die „erste Rotte“ waren Männer unter 30 Jahren vorzusehen. Nach der Ordnung waren „-auf dem Papier-„ vier Feuerlöschrotten eingeteilt worden, die aber, wie damals überall üblich, in keinster weise für ihren Dienst im Brandfall geschult oder an den Spritzen eingeübt wurden. Die Stadt hatte im Jahre 1854 ein damals neuzeitliches „Hydrophor“, eine Vierrad-Saug- und Druckspritze beschafft.

Erst im Jahre 1859 wurde durch die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichshafen begonnen, mit den Gerätschaften regelmäßig zu Üben. Bedingt durch den Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 wurden viele Angehörige in den Militärdienst einberufen, so daß die Begeisterung für den Feuerwehrdienst nachließ. Am 31.März des Jahres1885 erließ der König Karl von Württemberg eine überarbeitete Landeslöschordnung, wonach jede Stadt eine organisierte Lösch- und Rettungsmannschaft zu stellen hatte. Bei zu wenigen, freiwilligen Feuerwehrangehörigen mußte eine Pflichtwehr gebildet werden. So war es auch in Friedrichshafen. Es wurden vier Kompanien gebildet mit einer Gesamtstärke von 400 Feuerwehrangehörigen. Doch schon im Jahre 1888 bildete sich neben dieser Pflichtwehr auch wieder eine freiwillige Feuerwehr. Ein Jahr später nahm die Stadt eine neuerbaute Hochdruckwasserleitungs-Anlage in Betrieb. Mit der weiteren Einführung moderner Feuerlösch- und Rettungsgeräten sank die Mitgliedszahl auf 245 im Jahr 1914. Weitere Technische Verbesserungen folgten: 1919 Beschaffung einer Kraftfahrspritze und die Einrichtung einer elektrischen Feuermelde- und Alarmanlage (Weckerlinie).

Damit wurde die Pflichtwehr aufgelöst. Die Mannschaftsstärke betrug 125 Mann. Im Jahr 1928 wurde eine zweite Kraftfahrspritze Fabrikat Magirus in Dienst gestellt. Im Jahr 1929 konnte man ein neues Feuerwehrhaus im nördlichen, jungen Teil Friedrichshafens beziehen und das 70-Jährige Jubiläum feiern mit der Weihung einer neuen Fahne.

Es wurde berichtet, daß in den sieben Jahrzehnten 35 mal eine Brandbekämpfung nötig war. Schließlich ist aus den bösen Jahren 1933-1945 hier noch zu vermerken, daß im Zeichen der vom nationalsozialistischen Regime betriebenen, zum Kriege treibenden „Wiederaufrüstung“ und des damit zusammenhängenden “Luftschutzes“ die Freiwillige Feuerwehr von Mitte 1939 ab das Gerippe des „ Brandschutzdienstes im Sicherheits- und Hilfsdienst“ zu bilden hatte. Der wegen ihrer bedeutenden Industrieanlagen zum Luftschutzort 1.Ordnung erklärten Stadt Friedrichshafen wurden mehrere Männer zum Brandschutz befohlen. Bis Kriegsende erlebte die Stadt elf Luftangriffe mit insgesamt 1000 Toten und ebenso vielen Verletzten.

Besonders der Angriff am 28.April 1944 zerstörte die Stadt fast vollständig. Nach dem Krieg erfolgte der rasche Wiederaufbau der Freiwilligen Feuerwehr und der weitere Ausbau von Technischem Gerät und der Mannschaftsausbildung. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist die Gründung der Jugendfeuerwehr zur Sicherung des Nachwuchses und zur aktiven Jugendarbeit am 15.April 1965.

Als weiterer Meilenstein der Geschichte der Feuerwehr Friedrichshafen ist sicherlich auch der Neubau der Feuerwache mit der Einweihung am 24.März 1990 und des 26.Deutsche Feuerwehrtages im gleichen Jahr.


Die Kommandanten
1860 - 1664 Josef Miller
1871 - 1874 Rupert Lenthi
1876 - 1882 Eduart Hüni
1882 - 1901 Albert Alt
1901 - 1922 Georg Rettenmaier
1922 - 1926 Rudolf Egger
1926 - 1936 Karl Bosch
1936 - 1945 Karl Grimm
1945 - 1946 Anton Löffler
1946 - 1951 Georg Werdich
1951 - 1971 Eugen Kratzer
1971 - 2000 Egon Kratzer
Seit 2000 Louis Laurösch


nach oben © Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen 2006-2015 nach oben