Große Notfallübung "Apron 17"


Am gestrigen Freitagabend, 24.11.2017, fand die große Notfallübung „Apron 17“ am Bodensee Airport Friedrichshafen mit etwa 300 Einsatzkräften und ca. 50 Fahrzeugen von Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Polizei statt. Angenommen wurde, dass beim Landeanflug eines Flugzeugs aus Frankfurt a.M die Piloten eine unsichere Fahrwerksanzeige für das Bugfahrwerk angezeigt bekommen haben. Nach einem anschließenden Überflug und der optischen Kontrolle durch das Bodenpersonal, wird entschieden, dass eine Sicherheitslandung durchgeführt wird. Nach der Landung knickt jedoch das Bugfahrwerk ein und die Maschine schlittert auf dem Bug über die Piste und tuschiert auf dem Vorfeld ein abgestelltes Flugzeug und ein Fahrzeug mit zwei Personen. Nach dem Stillstand der Maschine leiten die vier Crewmitglieder daraufhin sofort eine Evakuierung der 24 Passagieren ein, da Kraftstoff im Bereich der rechten Tragfläche austritt. Das tuschierte Flugzeug fängt Feuer und die zum Teil schwer verletzten Evakuierten irren verwirrt auf dem Vorfeld umher.
Mit Blaulicht und Martinhorn gelangten die verschiedenen Einsatzkräfte nach und nach zur angenommen Unfallstelle im Westteil des Flughafens. Der Krisenstab, bestehend aus Feuerwehr, Rettungsorganisationen, Polizei, Zoll und Bundeswehr, koordinierte den Einsatz. Parallel dazu verfolgen Übungsbeobachter der verschiedenen Behörden die Abläufe der Einsatzkräfte, um später eine Analyse anfertigen zu können. Denn die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO schreibt vor, dass an allen Verkehrsflughäfen mit Linienflugverkehr alle zwei Jahre eine Notfallübung durchzuführen ist, um Abläufe zu trainieren und die Sicherheit, die im Luftverkehr höchste Priorität hat, weiter optimieren zu können.
























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