Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung aus Ailingen


Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung aus Ailingen

Zur diesjährigen Hauptversammlung konnte Abteilungskommandant Werner Späth am vergangenen Freitagabend Amtsleiter des Amtes Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt Hans-Jörg Schraitle, den Ailinger Ortsvorsteher Georg Schellinger, Stadtbrandmeister Louis Laurösch sowie Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Grieb begrüßen. Neben den Kameraden der Einsatzabteilung und der Seniorenmannschaft nahm auch eine Abordnung der Jugendfeuerwehr an der Hauptversammlung teil.

In seinem Jahresbericht blicke Späth auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Zu 64 Einsätzen wurden die Angehörigen der Einsatzabteilung im vergangenen Jahr gerufen. Das Einsatzspektrum reichte von Ölspuren, Hochwasser, Sturmholz, Verkehrsunfällen bis hin zu klassischen Brandeinsätzen und Unterstützungseinsätzen in der Stadtmitte und benachbarten Abteilungen. Besonders in Erinnerung blieb den Kameraden das gravierende Starkregenereignis, welches im Juli 2017 über Friedrichshafen hereinbrach. An diesem Wochenende wurden im gesamten Stadtgebiet über 350 Einsätze abgearbeitet. Insgesamt leistete die Abteilung Ailingen im Berichtsjahr 1.700 Einsatzstunden. Hinzu kommen insgesamt 1.850 Stunden für Ausbildungen, Lehrgänge und Übungen, welche die 48 aktiven Frauen und Männer aufgebracht haben. Nicht mit eingerechnet sind hierbei die Stunden, die einzelne Kameraden auf Kreisebene oder in Sondergruppen aufbrachten. Bei der Personalentwicklung konnte Späth erfreulicherweise einen Zuwachs von fünf Kameraden bilanzieren. Drei davon aus der eigenen Jugendfeuerwehr, zwei aus anderen Abteilungen der Feuerwehr Friedrichshafen.

Kassier Tobias Völker wurde nach seinem einwandfreien Kassenbericht über das vergangene Jahr einstimmig entlastet. Jugendfeuerwehrwart Patrick Kemmitzer berichtete in seinem Jahresbericht über ein ereignisreiches Jahr 2017. Neben 32 Dienstabenden standen auch Leistungswettkämpfe und Freizeiten auf dem Programm. Zusammen mit seinen Stellvertretern Marius Willauer, Jan Baumann und Julian Hechler ist das Jugendwartteam für derzeit 22 Mädchen und Jungen verantwortlich. Seit der Gründung im Jahr 1991 stammen bereits über die Hälfte der Mannschaft in der Einsatzabteilung aus den eigenen Reihen der Jugendfeuerwehr. Auch in diesem Jahr werden wieder vier Kameraden in den aktiven Einsatzdienst übernommen. Manfred Strobel schlug den Bogen zur Seniorenmannschaft. In seinem Bericht gab Strobel einen Einblick auf die vielseitigen Aktivitäten des vergangenen Jahres, bei denen die Kameradschaftspflege natürlich groß geschrieben wird.

Amtsleiter Hans-Jörg Schraitle dankte in seinem Grußwort im Namen der Stadt Friedrichshafen den Feuerwehrangehörigen für den geleisteten Einsatz im vergangenen „Rekordjahr“ 2017. „Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass Sie immer stärker gefordert werden. Nicht nur durch zunehmende wetterbedingte Einsätze, sondern auch durch die technische Ausrüstung, welche sich stetig weiterentwickelt“, so Schraitle. Zudem sprach er seinen Dank an die Kameraden aus, die an der Fortschreibung des Feuerwehrbedarfsplans mitgewirkt haben. Er betonte, wie wichtig die Beschlüsse und Entscheidungen des Gemeinderates im vergangenen Jahr für die Zukunft der Feuerwehr sind.

Auch Ortsvorsteher Georg Schellinger dankte der Mannschaft für die geleistete Arbeit. „64 Einsätze ist eine Menge Holz. Einige Einsätze habe ich im vergangenen Jahr selbst miterlebt. Ich bin sehr froh darüber, was Sie leisten“, so Schellinger. Zudem lobte er das Maifest und die damit verbundene Außenwirkung in der Ortschaft Ailingen. Ausblickend versicherte Schellinger, dass man den Neubau des Feuerwehrhauses weiter im Fokus habe, auch wenn dieser für den aktuellen Doppelhaushalt nicht eingeplant sei.

Stadtbrandmeister Louis Laurösch sprach in seinem Grußwort über die zunehmende Belastung der Feuerwehr. „Die Einsätze haben im vergangenen Jahr massiv eingeschlagen. Über 1100 Einsätze – so etwas hat es in Friedrichshafen noch nie gegeben“, so Laurösch. Doch auch die Anzahl der Feuerwehrsicherheitswachdienste nehmen rasant zu, wie Laurösch weiter betont. Er bedankte sich abschließend ebenfalls bei den Kameraden für die Unterstützung im vergangenen Jahr.

Sechs Beförderungen, eine Verabschiedung
Auch Verabschiedungen gehören im Feuerwehrleben dazu: Helmut Katzenmaier wurde während der diesjährigen Hauptversammlung altersbedingt aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet. Er kam 1971 zur Feuerwehr und durchlief anschließend eine Vielzahl von Lehrgängen. Außerdem war Katzenmaier Mitglied der 2004 gegründeten Absturzsicherungs-Gruppe und war hier sogar einige Zeit als Ausbilder tätig. Während seiner Feuerwehrlaufbahn wurde er bis zum Hauptfeuerwehrmann befördert, absolvierte die Leistungsabzeichen Bronze und Silber und wurde zuletzt für 46 Jahre im aktiven Ehrenamt als Feuerwehrmann mit der silbernen Ehrennadel der Ortschaft Ailingen ausgezeichnet.

Außerdem konnte Ortsvorsteher Georg Schellinger sechs Angehörige der Abteilung Ailingen befördern. Marius Willauer, Samuel Fischer und Michael Katzenmaier wurden zum Oberfeuerwehrmann, Stephan Wilhelm zum Hauptfeuerwehrmann sowie Bernhard Katzenmaier und Markus Eberle zum Hauptlöschmeister befördert.


Patrick Kemmitzer


v.l.: Ortsvorsteher G. Schellinger, Amtsleiter für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt H.-J. Schraitle, B. Katzenmaier, M. Willauer, H. Katzenmaier, S. Fischer, S. Wilhelm, M. Katzenmaier, Stadtbrandmeister L. Laurösch und Abteilungskommandant W. Späth


Verabschiedung aus dem aktiven Einsatzdienst. Helmut Katzenmaier (li) und Abteilungskommandant Werner Späth (re)



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