Hauptübung der Abteilung Kluftern


Am Samstag, 10.11.2018 führte die Einsatzabteilung Kluftern der Feuerwehr Friedrichshafen ihre jährliche Hauptübung durch. Übungsannahme in diesem Jahr war ein Verkehrsunfall mit zwei PKW und mehreren Verletzten. Mit dabei war die Johanniter Unfallhilfe aus Friedrichshafen.

Am Samstagnachmittag befuhr ein PKW die Lettenstraße in Richtung Riedheim. Auf der schmalen Fahrbahn kam ein Fahrzeug entgegen. Aufgrund der Witterungsverhältnisse erkannten beide PKW Lenker das entgegenkommende Fahrzeug zu spät. Beim Versuch auszuweichen, kam der PKW aus Richtung Kluftern ins Schleudern, überschlug sich und blieb auf dem Dach im Straßengraben auf Höhe des Wegkreuzes liegen. Die Fahrerin des Fahrzeugs wurde hierbei schwer verletzt und konnte sich nicht selbst aus dem Fahrzeug befreien. Das Fahrzeug aus Richtung Riedheim versuchte ebenfalls noch auszuweichen, kam dabei auch von der Straße ab und fuhr in den Straßengraben. Der Beifahrer des Fahrzeugs erlitt einen Schock und flüchtete von der Unfallstelle. Die Fahrerin wurde ebenfalls verletzt und blieb aufgrund starker Schmerzen im Fahrzeug sitzen. Kurz danach kam ein Fahrradfahrer vorbei und entdeckte den Unfall, woraufhin er erste Hilfe leistete und einen Notruf absetzte.

Alessandro Sarricchio kommentierte das Geschehen und erklärte den zahlreichen Besuchern wie die Alarmierung der Feuerwehr abläuft und welche Kräfte nun zur Unfallstelle entsandt werden. Die Einsatzzentrale der Feuerwehr Friedrichshafen alarmierte aufgrund der Meldung des Fahrradfahrers mit dem Alarmstichwort H2 VU (Hilfeleistungseinsatz der Stufe 2, Verkehrsunfall) den Rüstzug. Von der zuständigen Einsatzabteilung Kluftern wurde daraufhin ein Führungsfahrzeug mit dem Zugführer sowie ein Löschgruppenfahrzeug zur Einsatzstelle entsandt. Außerdem wurde von der Feuerwache in Friedrichshafen ein Rüstwagen alarmiert. Zeitgleich wurde der Rettungsdienst alarmiert.
Als der erste Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe und das Führungsfahrzeug der Feuerwehr an der Einsatzstelle eintrafen, erkundete der Zugführer gemeinsam mit der Rettungsassistentin die Lage. Nach kurzer Absprache wurden ein weiteres Löschfahrzeug sowie ein weiterer Rettungswagen und ein Notarzt zur Einsatzstelle beordert.

Die Besatzung des ersten Löschfahrzeuges und des Rüstwagens begannen umgehend mit der technischen Rettung der schwer verletzten Person in dem PKW, welcher auf dem Dach im Graben lag. Die Besatzung des zweiten Löschfahrzeugs betreute die Person in dem anderen verunfallten PKW und machte sich umgehend auf die Suche nach dem vermissten Beifahrer. Die Patienten in den verunfallten Fahrzeugen wurden durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt und in enger Absprache mit der Feuerwehr aus Ihrer Zwangslage befreit. Im Verlauf der Übung wurden die Arbeiten kurz unterbrochen um den Zuschauern die Möglichkeit zu geben, sich das Geschehen aus nächster Nähe anzuschauen.

Bei der anschließenden Übungsnachbesprechung lobten Feuerwehrkommandant Louis Laurösch und Ortsvorsteher Michael Nachbaur die ruhige und strukturierte Arbeitsweise der Feuerwehr. Außerdem freuten sich beide über die gute Zusammenarbeit mit der Johanniter Unfallhilfe und hoben hervor, wie wichtig eine solche Kooperation miteinander ist. Einsatzleiter Damian Krämer bedankte sich bei allen Beteiligten und Helfern welche im Vorfeld tatkräftig bei den Vorbereitungen unterstützt haben.

Damian Krämer
























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