Hauptversammlung der Feuerwehrabteilung aus Ailingen


Zur diesjährigen Hauptversammlung konnte Abteilungskommandant Werner Späth am vergangenen Freitagabend Amtsleiter des Amtes Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt Hans-Jörg Schraitle, den Ailinger Ortsvorsteher Georg Schellinger und Stadtbrandmeister Louis Laurösch begrüßen. Neben den Kameraden der Einsatzabteilung und der Seniorenmannschaft nahm auch eine Abordnung der Jugendfeuerwehr an der Hauptversammlung teil.

In seinem Jahresbericht blicke Späth auf ein arbeitsintensives Jahr zurück. Zu 61 Einsätzen wurden die Angehörigen der Einsatzabteilung im vergangenen Jahr gerufen. Damit blieb das Einsatzaufkommen – auch ohne größere Wetterereignisse – auf einem hohen Niveau. Das Einsatzspektrum reichte von Ölspuren, Sturmholz, Verkehrsunfällen bis hin zu klassischen Brandeinsätzen und Unterstützungseinsätzen in der Stadtmitte und benachbarten Abteilungen. Besonders in Erinnerung blieb den Einsatzkräften der 30. Dezember. In dieser Nacht hatte zunächst ein Schuppen auf dem Bundesbahngelände gebrannt. Wenige Stunden später zog ein Brandstifter durch die Stadt, zündete mehrere PKWs in einem Parkhaus an und legte anschließend ein Feuer in einem Ladengeschäft. Insgesamt leistete die Abteilung Ailingen im Berichtsjahr 1.230 Einsatzstunden. Hinzu kommen weitere 2.600 Stunden für Ausbildungen, Lehrgänge und Übungen, welche die 49 aktiven Frauen und Männer aufgebracht haben. Nicht mit eingerechnet sind hierbei die Stunden, die einzelne Kameraden auf Kreisebene oder in Sondergruppen leisteten. Bei der Personalentwicklung konnte Späth erfreulicherweise einen Zuwachs von vier Feuerwehrfrauen und -männern bilanzieren. Zwei davon aus der eigenen Jugendfeuerwehr, eine Quereinsteigerin sowie eine Kameradin, die aus der Abteilung Stadtmitte nach Ailingen wechselte.

Kassier Tobias Völker wurde nach seinem einwandfreien Kassenbericht über das vergangene Jahr einstimmig entlastet. Jugendfeuerwehrwart Patrick Kemmitzer berichtete in seinem Jahresbericht über ein ereignisreiches Jahr 2018. Neben 29 Dienstabenden standen auch Leistungswettkämpfe und Freizeiten auf dem Programm. Zusammen mit seinen Stellvertretern Marius Willauer, Jan Baumann und Julian Hechler ist das Jugendwartteam für derzeit 23 Mädchen und Jungen verantwortlich. Seit der Gründung im Jahr 1991 stammen bereits über die Hälfte der Mannschaft in der Einsatzabteilung aus den eigenen Reihen der Jugendfeuerwehr. Auch in diesem Jahr wird wieder ein Kamerad in den aktiven Einsatzdienst übernommen. Manfred Strobel schlug den Bogen zur Seniorenmannschaft. In seinem Bericht gab Strobel einen Einblick auf die vielseitigen Aktivitäten des vergangenen Jahres, bei denen die Kameradschaftspflege natürlich groß geschrieben wird.

Amtsleiter Hans-Jörg Schraitle dankte in seinem Grußwort im Namen der Stadt Friedrichshafen den Feuerwehrangehörigen für den geleisteten Einsatz im vergangenen Jahr. „Ein Einsatzaufkommen um die 60 Einsätze sind für Ailingen mittlerweile normal. Vor Jahren wären das noch Rekordzahlen gewesen.“, so Schraitle. Weiter betont er, wie wichtig die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit sei, die in Friedrichshafen sehr gut funktioniere. „Nicht auszumalen, was passiert wäre, wenn die Feuerwehr in der Brandnacht am 30. Dezember nicht so schnell und schlagkräftig vor Ort gewesen wäre. Das war ein Top Job!“, sagt Schraitle.

Auch Ortsvorsteher Georg Schellinger dankte der Mannschaft für die geleistete Arbeit. „Egal wo der Einsatz ist, die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend – auch außerhalb von Ailingen. Das freut mich sehr.“, so Schellinger. Ausblickend sagt der Ortsvorsteher, dass man den Neubau des Feuerwehrhauses weiter forcieren muss und er das Thema demnächst auf die Tagesordnung des Ortschaftsrates setzen wird.

Stadtbrandmeister Louis Laurösch sprach in seinem Grußwort über ein relativ normales Feuerwehrjahr 2018. „Es gab keine größeren Unwetterlagen. Trotzdem ist das Einsatzaufkommen weiterhin relativ hoch.“, so Laurösch. Er bedankte sich abschließend ebenfalls bei den Kameradinnen und Kameraden für die Unterstützung im vergangenen Jahr. „Wir sind eine große Feuerwehrfamilie, die gemeinsam Einsätze abarbeitet, Dienste leistet und Ausbildung macht.“, so der Stadtbrandmeister.

Beförderungen, Ernennungen und Ehrungen
Im Rahmen der Hauptversammlung konnte Ortsvorsteher Georg Schellinger drei Angehörige der Abteilung Ailingen befördern. Jan Baumann wurde zum Oberfeuerwehrmann, Thorsten Pechar zum Hauptfeuerwehrmann und Patrick Kemmitzer zum Löschmeister befördert. Darüber hinaus wurden Daniel Baumann, Jan Dosenberger, Jonas Prophet und Jannik Willauer nach Absolvieren der erforderlichen Lehrgänge zum Feuerwehrmann ernannt.

Für 15 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Jürgen Röhrer und Michael Wieland mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Bronze ausgezeichnet. Daniel Vogt erhielt für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das silberne Feuerwehrehrenzeichen.

Bericht: Patrick Kemmitzer
Bild: Harry Günthör


v.l.: Thorsten Pechar, Daniel Baumann, Jonas Prophet, Jan Dosenberger, Jannik Willauer, Jan Baumann, Jürgen Röhrer, Patrick Kemmitzer, Daniel Vogt, Stadtbrandmeister Louis Laurösch, Michael Wieland, Werner Späth, Hans-Jörg Schraitle, Georg Schellinger



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